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Technologie14. August 2026

18-Jährige verbringen immer mehr Zeit online, besonders in sozialen Medien

Die Internetnutzung stand im Mittelpunkt einer Studie des Instituts für Suchtverhalten und Abhängigkeiten (ICAD), die unter jungen Menschen am Tag der Landesverteidigung 2025 durchgeführt wurde.

18-Jährige verbringen immer mehr Zeit online, besonders in sozialen Medien

Eine Studie des portugiesischen Instituts für Suchtverhalten und Abhängigkeiten (ICAD) hat ergeben, dass 18-Jährige mehr Zeit im Internet verbringen, insbesondere in sozialen Medien.

Die Ergebnisse basieren auf einer Befragung junger Menschen, die am Tag der Landesverteidigung 2025 teilnahmen.

Die meisten jungen Menschen (60 %) nutzen das Internet im Durchschnitt vier oder mehr Stunden pro Tag, wobei die intensive Nutzung (fünf Stunden oder mehr) im Vergleich zu den Vorjahren zunimmt.

„An sich ist dieser Indikator nicht unbedingt ein Anzeichen für Probleme, sondern vielmehr ein Hinweis auf ein sowohl physisch als auch virtuell gelebtes Leben, das häufig miteinander verwoben ist und neue Verhaltens-, Handlungs- und Seinsweisen mit sich bringt“, schließt die Studie.

Soziale Netzwerke sind die von jungen Menschen am häufigsten genutzten Plattformen, die sie vorzugsweise über ihr Mobiltelefon aufrufen. Fast 45 % der Befragten geben jedoch an, etwa zwei bis drei Stunden auf Plattformen wie TikTok, Facebook und Instagram zu verbringen. Dreizehn Prozent der jungen Menschen gaben an, rund sechs oder mehr Stunden in sozialen Medien zu verbringen.

Neben sozialen Medien tragen Online‑Recherchen – zum Lesen oder Lernen –, Gaming (einschließlich Wetten) sowie das Ansehen von Filmen, Videos und Tutorials zu der Zunahme der von jungen Menschen im Internet verbrachten Zeit bei.

Erschreckend war zudem, dass 2025 99 % der jungen Befragten angaben, das Internet bereits vor dem 16. Lebensjahr genutzt zu haben, und 39 % sagten, sie hätten bereits vor dem 10. Lebensjahr damit begonnen.

Diese Zahl ist besonders bedeutsam, da der Anteil steigt und damit zeigt, dass das Internet immer früher in das Leben von Menschen eintritt. Die Studie betont, dass dieser Anstieg bei jungen Frauen etwas stärker ausgeprägt ist als bei jungen Männern.

Junge Frauen scheinen mehr Zeit in sozialen Medien oder bei der Online‑Suche zu verbringen, während junge Männer eher mehr Zeit mit Gaming verbringen.

Beim Online‑Glücksspiel erscheint die Nutzungsrate unter jungen Menschen ebenfalls auffällig: 17 % der 18‑Jährigen (30 % der jungen Männer und 5 % der jungen Frauen) platzieren Online‑Wetten.

Probleme im Zusammenhang mit der Internetnutzung

Exzessive Internetnutzung ist mit einer Reihe von Problemen verbunden, insbesondere bei Jugendlichen. Die ICAD‑Studie hatte daher zum Ziel herauszufinden, ob die befragte Stichprobe bereits eines dieser Probleme erlebt hatte, etwa schlechte Leistungen in Schule oder Beruf; gesundheitliche Probleme, die ärztliche Behandlung erfordern; Verhaltensprobleme zu Hause; finanzielle Schwierigkeiten; Gewalttaten oder unruhiges Verhalten; ungeschützten Sex; sowie Episoden emotionaler Belastung.

Insgesamt gaben 35 % der jungen Menschen an, in den 12 Monaten vor der Befragung mindestens eines dieser sieben Probleme erlebt zu haben.

Das am häufigsten genannte Problem (20 %) war emotionale Belastung (Motivationslosigkeit, Traurigkeit, Unzufriedenheit, Einsamkeit, Angst), gefolgt von schlechteren Leistungen in Schule oder Beruf (17 %).

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Diese Studie steht im Zusammenhang mit einem der großen Themen, die in der EU‑Politik zur Nutzung von sozialen Medien durch Jugendliche und Kinder diskutiert werden.

Ein Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO), der Anfang letzten Jahres veröffentlicht wurde, identifizierte die Dominanz der digitalen Welt im Leben junger Menschen als einen der Hauptfaktoren für weltweite Einsamkeit.

Exzessive Bildschirmzeit wurde mit geringerer körperlicher Aktivität und schlechterem Schlaf sowie mit Angst, Depression, Stress und sozialer Isolation in Verbindung gebracht.

Die Pläne des Vereinigten Königreichs, Teenager vom Zugriff auf soziale Medien auszuschließen, haben eine Debatte neu entfacht, die sich in ganz Europa abspielt. Länder wie Frankreich, Spanien, Österreich, Griechenland und Dänemark diskutieren Maßnahmen zur Beschränkung des Zugangs von Minderjährigen, angesichts von Bedenken, die von Cybermobbing und dem süchtig machenden Design von Plattformen bis hin zu Tragödien wie Suizid und Selbstverletzung reichen.

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