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Technologie04. September 2026

Von riesigen Fernsehern bis zu 'James‑Bond‑Brillen': TCLs Vision für die Zukunft

TCL präsentiert seine Vision eines stärker vernetzten Zuhauses auf der IFA 2026. The Debate sprach mit dem Chief Marketing Officer von TCL Europe, Stefan Streit, darüber, wohin KI und Display‑Technologie den Alltag künftig führen könnten.

Von riesigen Fernsehern bis zu 'James‑Bond‑Brillen': TCLs Vision für die Zukunft

Auf der IFA 2026 präsentiert TCL seine neuesten Display‑ und vernetzten Heimtechnologien unter dem Motto „AI Inspired Life“, wobei künstliche Intelligenz bei vielen der gezeigten Produkte eine zentrale Rolle spielt.

Die Ausstellung des Unternehmens reicht von großformatigen Mini‑LED‑Fernsehern und Smartphones bis hin zu AR‑Brillen und vernetzten Haushaltsgeräten.

Unter dem Namen NXTHOME bündelt das Unternehmen Displays, Haushaltsgeräte und weitere vernetzte Technologien, um zu zeigen, wie verschiedene Geräte im Alltag der Menschen zusammenarbeiten könnten.

KI für „zweckorientierte Lösungen“

KI wird zunehmend Teil der Infrastruktur hinter vernetzten Geräten. Für TCL jedoch, sagt Streit, reicht es nicht aus, einfach KI zu einem Produkt hinzuzufügen.

"Unsere Philosophie ist: Wenn wir über Konsumgüter sprechen und KI implementieren, muss KI ein Problem lösen oder einen konkreten Zweck haben. Wir wollen KI nicht nur um ihrer selbst willen einsetzen. Deshalb versuchen wir mit KI wirklich, etwas zu lösen, das wir vorher nicht lösen konnten."

TCL strebt nach dem, was Streit „zweckorientierte“ KI‑Lösungen nennt. Ein Beispiel ist die Klimaanlage, bei der das Unternehmen KI einsetzt, um das System je nach Raumbedingungen anzupassen.

"Wir sparen dank KI bis zu 37 % Energie, weil KI den Raum ebenfalls überwachen kann. Zum Beispiel, wenn Sie schlafen und tief und unbewegt sind, erhöht sie leicht die Temperatur. Wenn Sie sich bewegen, senkt sie sie, usw. Das sind also wirklich zweckorientierte KI‑Lösungen."

The Debate

Bessere Bildschirme, weniger Ablenkungen

Viele dieser Technologien finden ebenfalls ihren Weg in die Produktkategorie, für die TCL nach wie vor am besten für Fernseher bekannt ist. Das Unternehmen erweitert seine Präsenz auf dem europäischen Fernsehmarkt, wobei größere Bildschirme und Mini‑LED‑Technologie einen wichtigen Teil seiner Strategie bilden.

Für Streit ist die Marktposition von TCL eng mit dem Fokus verbunden, einen Großteil seiner Technologie intern zu fertigen und zu entwickeln.

"Unsere Produkte sind äußerst wettbewerbsfähig, sodass wir das vorantreiben können, und deshalb sehen Sie, dass der Markt im Segment großer Fernseher und Mini‑LED weiter wächst, wo wir die Experten sind. Wir haben also ein sehr starkes Produkt, und die Menschen erkennen das; natürlich versuchen wir, es zu einem guten Preis‑Leistungs‑Verhältnis für die Verbraucher anzubieten."

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Da Bildschirme jedoch auf immer mehr Geräte ausgedehnt werden, sucht TCL nach Möglichkeiten, sie weniger ablenkend zu gestalten. Ein Beispiel ist die NXTPAPER‑Technologie, die es Nutzern ermöglicht, ihr Smartphone in einen vereinfachten E‑Reader‑Modus zu schalten.

Streit erklärt, dass die Technologie darauf ausgelegt ist, einen Großteil des von herkömmlichen Displays ausgestrahlten blauen Lichts zu filtern und die Augenbelastung zu reduzieren. Der E‑Reader‑Modus schaltet zudem einige Funktionen ab, verringert Benachrichtigungen und andere Unterbrechungen und kann die Akkulaufzeit verlängern.

Displays sind überall

Obwohl Unterhaltung eine prominente Rolle bei TCLs Präsenz auf der IFA 2026 spielt, geht die umfassendere Vision des Unternehmens letztlich über Fernseher und Bildschirme hinaus, wobei das vernetzte Zuhause im Mittelpunkt steht.

Das wirft die Frage auf: Warum sollten Verbraucher zu TCL greifen, wenn das Unternehmen nach wie vor stark mit Fernsehern und Display‑Technologie assoziiert wird, um andere Bereiche ihres Zuhauses zu versorgen?

Für Streit ist die Expansion über die Unterhaltung hinaus in das breitere vernetzte Zuhause ein natürlicher nächster Schritt.

"Heute hat fast alles ein Display, oder?"

Dazu gehören nicht nur Fernseher, Smartphones und Tablets, sondern zunehmend auch andere Geräte im Haushalt. Streit argumentiert, dass TCLs Erfahrung in der Entwicklung und Herstellung von Displays dem Unternehmen eine Grundlage bietet, Bildschirme und vernetzte Technologie in ein breiteres Produktspektrum zu integrieren.

TCL präsentiert seine neuesten Haushaltsgeräte auf der IFA 2026 in Berlin.

"Aber Sie wissen, all die anderen Kategorien... das ist erst der Anfang", fuhr er fort.

"All diese Displays stammen von TCL CSOT, dem weltweit führenden Display‑Hersteller. So erhalten wir die Technologie, die Lieferkette, die Innovation direkt an der Quelle. Damit können wir dieses visuelle Erlebnis wirklich in all diese Produkte einbringen."

James‑Bond‑Brillen

Wie vielfältig diese Anwendungen sein können, ist ein zentraler Teil von TCLs Ausstellung auf der diesjährigen IFA. Ein Beispiel sind die AR‑Brillen des Unternehmens, die Streit scherzhaft als „James‑Bond‑Brillen“ bezeichnet.

"Sie projiziert die Bilder tatsächlich in mein natürliches Sichtfeld, man sieht sie nicht, aber ich erhalte Informationen. Ich kann sie für Übersetzungen oder Navigation nutzen."

TCLs AR‑Brillen auf der IFA 2026 in Berlin ausgestellt.

Für Streit sind die Brillen ein weiteres Beispiel dafür, wie TCL über herkömmliche Bildschirme hinausblickt und verschiedene Wege erforscht, Displays in Alltagsprodukte zu integrieren.

"Wir betrachten also diese visuellen Erlebnisse und wie wir Displays in allen möglichen Formen, Formaten und Anwendungsfällen einsetzen können, um sie in verschiedene Produkte zu integrieren."

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