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Kultur06. August 2026

Städtereisen ohne Gedränge: Europas beste „zweite Städte“ für einen Besuch

Vermeiden Sie endlose Warteschlangen und entdecken Sie Europas zweite Städte. Von der kroatischen Adria bis nach Nordfrankreich bieten diese Ziele Kultur, Geschichte und lokalen Charme – ganz ohne Massentourismus.

Städtereisen ohne Gedränge: Europas beste „zweite Städte“ für einen Besuch

Überfüllte Hauptstädte, Touristensteuern und endlose Schlangen vor berühmten Sehenswürdigkeiten können selbst den dringend benötigten Urlaub zur Qual machen.

Statt in Europas beliebte Metropolen zu strömen, entdecken immer mehr Reisende die sogenannten „zweiten Städte“, die zunehmend an Attraktivität gewinnen.

Beobachter dieses Trends berichten, dass Urlauber über die bekannten Reiseziele hinausschauen. Stattdessen suchen sie Orte, die persönlicher, verbundener und lohnender zu erkunden sind.

Ob Sie eine ruhigere Alternative zu Barcelona suchen oder Londons geschäftige Straßen gegen ein entspannteres Reisetempo eintauschen möchten – diese Ziele bieten ein stärkeres Gefühl für das lokale Leben, das reiche kulturelle Erbe und die Küche des Landes, und das ganz ohne Gedränge.

Was ist eine „zweite Stadt“?

Das sind Reiseziele, die außerhalb der bekanntesten Stadt, Region oder des beliebtesten Gebiets eines Landes liegen und von Besuchern oft übersehen werden, obwohl sie die Möglichkeit bieten, mit der lokalen Kultur in Kontakt zu treten und einzigartige Erlebnisse zu entdecken.

Obwohl der Begriff nahelegt, dass es sich um die zweitbekannteste oder zweitgrößte Stadt eines Landes handelt, bezieht er sich laut HuffPost mittlerweile allgemeiner auch auf „weniger bekannte Reiseziele“.

Stellen Sie sich vor: familiengeführte Restaurants statt Ketten, kleinere Kunstgalerien, lokale Lebensmittel Märkte mit frischen, regionalen Köstlichkeiten – alles vor der Kulisse atemberaubender Landschaften.

Zwar haben die hellen Lichter der großen Metropolen ihren eigenen Reiz, doch ein Besuch in zweiten Städten vermeidet überfüllte Straßen und das Ringen um einen Tisch im Lieblingsrestaurant der Einheimischen. Zudem gibt es mehr Möglichkeiten, unberührte Viertel statt generischer Touristen-Hotspots zu erkunden.

Zweite Städte sind in der Regel auch budgetfreundlicher. Unterkünfte, Mahlzeiten und Unterhaltung können oft günstiger sein.

Split in Kroatien
Split in Kroatien Foto von Spencer Davis auf Unsplash

Europas beste zweite Städte für einen Besuch

Von kulinarischen und kreativen Zentren bis hin zu malerischen Küstenzielen – hier sind unsere Top 10 der zweiten Städte in Europa, die Ihre erste Wahl für einen Besuch sein sollten.

Split, Kroatien

Im Mittelpunkt steht die atemberaubende Architektur des erhaltenen Diokletianpalasts, der in Split 2.000 Jahre Geschichte mit adriatischem Lebensstil verbindet. Hier können Besucher durch Gassen aus der Römerzeit schlendern, die zu Uferpromenaden und gemütlichen Cafés führen.

Für einen Blick über die Stadt ist das Besteigen des rekonstruierten Glockenturms des Doms von Split ein unvergessliches Erlebnis.

Die kroatische Küstenstadt bietet zudem keine Knappheit an Stränden, Radwegen, Spas und Wellnesszentren, sodass sich Erlebnisse leicht in einer einzigen Reise kombinieren lassen.

Cork, Irland

Im Südwesten Irlands gelegen, bietet Cork in einem fußläufigen Stadtzentrum eine Fülle an Attraktionen.

Besucher können lokale Produkte auf dem historischen English Market in Cork einkaufen, der 1788 entstanden ist. Hier findet man frisch gefangenen Fisch, Süßwaren, Gewürze sowie Obst und Gemüse. Von dort aus kann man die St. Patrick’s Street entlangschlendern bis zum Fitzgerald Park, der auch nur einen Steinwurf vom Cork Public Museum entfernt ist.

Cork ist zudem das Tor zur südirischen Küste mit ihren farbenfrohen Hafenstädten und der atlantischen Landschaft, einschließlich spektakulärer Steilküsten.

Graz, Österreich

Graz ist ein Schmelztiegel aus Renaissance-Höfen, eklektischer Architektur und einer lebendigen Gastronomieszene.

An Bord der Schloßbergbahn, der ikonischen Standseilbahn, die seit 1894 verkehrt, bietet ein Ticket für 3,30 € atemberaubende Ausblicke auf Graz, einschließlich der Altstadt.

Unterdessen verbindet die futuristische Murinsel, eine schwimmende Insel, Besucher mit dem Fluss Mur und beherbergt ein Amphitheater sowie ein Café.

Hamburg, Deutschland

Hamburg ist Deutschlands größte Hafenstadt und verbindet sein maritimes Erbe mit einer lebendigen Street-Art-Szene. In Vierteln wie St. Pauli, Schanzenviertel und Karoviertel gibt es zahlreiche Wandgemälde und Installationen zu entdecken.

Während Berlin seine Currywurst und Bayern seine Brezeln hat, ist in Hamburg der Fischbrötchen unangefochten.

Ob bescheidener Hering, Makrele oder Krabbe – frisch gefangener Fisch, serviert in einem Brötchen, ist ein sehr beliebter Snack. Hamburg Tourismus empfiehlt einen Stopp im Restaurant Goedekens Kombüse für diesen lokalen Leckerbissen.

Brünn in Tschechien
Brünn in Tschechien Foto von Leonhard Niederwimmer auf Unsplash

Brünn, Tschechien

Oft von Prag überschattet, vereint Brünn mit seinen mittelalterlichen Sehenswürdigkeiten und versteckten unterirdischen Gängen Jahrhunderte der Geschichte in einer fußläufigen Stadt.

Von der Spitze des Špilberk-Hügels aus hat man einen Blick auf die Burg Špilberk, in der sich das Stadtmuseum von Brünn befindet. Dort finden auch Konzerte, Theateraufführungen und Festivals statt.

Unter den Straßen kann man zudem die Labyrinthe und unterirdischen Reservoirs der Stadt erkunden, darunter die Wasserbehälter Žlutý Kopec, wo eine Exkursion in drei Erlebnisse unterteilt ist, die die Geschichte von den ältesten bis zu den neuesten Wassertanks aufzeigt.

Ypern, Belgien

Ypern, tief verwurzelt in der Geschichte des Ersten Weltkriegs, liegt in der flämischen Region Flanderns.

Das Yper Museum erkundet 11 Jahrhunderte der Geschichte Yperns und der umliegenden Region Westhoek durch eine Sammlung archäologischer Funde, Karten und Handwerkskunst. Das Museum bietet auch eine spielerische Katzensuche durch das Stadtzentrum an.

Radfahrer und Wanderer können sich an dem gut ausgebauten Netz von Routen erfreuen, die an erhaltenen Schützengräben, Denkmälern und grünen Landschaften vorbeiführen.

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Cambridge, England

Am bekanntesten für seine jahrhundertealte Universität, bietet Cambridge weit mehr als nur einen Tagesausflug von London.

Der Fluss Cam durchzieht die Stadt und bietet beim gemütlichen Fahren in einem Punters Boot einen Blick auf die berühmten College-Rückseiten.

Die Stadt wimmelt von unabhängigen Buchhandlungen, Museen und Grünflächen – ideal für Spaziergänge zu Fuß.

Besucher können auch lebhafte Märkte erkunden, darunter der All Saints Garden Markt, auf dem samstags Kunst, Schmuck und Keramik angeboten werden.

Thessaloniki in Griechenland
Thessaloniki in Griechenland Foto von Miltiadis Fragkidis auf Unsplash

Thessaloniki, Griechenland

Denken Sie an byzantinische Kirchen, römische Ruinen und eine malerische Uferpromenade mit entspannter Atmosphäre.

Es gibt zahlreiche Sehenswürdigkeiten zu erkunden, darunter der Galeriusbogen, der Aristotelous-Platz und der Weiße Turm von Thessaloniki, die durch die Geschichte der Stadt führen.

In Thessaloniki sollten Sie unbedingt Koulouri (Sesam-Brotringe), Bougatsa (ein Blätterteiggebäck) und Trigona (knusprige, frittierte Teigtaschen mit einer cremigen Füllung) probieren.

Basel, Schweiz

Direkt an der Grenze, wo die Schweiz auf Frankreich und Deutschland trifft, beherbergt Basel eine der feinsten Kunstszenen des Kontinents.

Heimat der Kunstmesse Art Basel, die bei ihrer ersten Ausgabe 1970 90 Galerien präsentierte und 16.000 Besucher anlockte, können Besucher heute noch an diesem illustren Treffen kreativer Köpfe teilnehmen.

Das Kunstmuseum Basel beherbergt zudem die älteste öffentliche Kunstsammlung der Welt, die bis ins Jahr 1661 zurückreicht und mehr als 300.000 Werke umfasst.

Am Ufer des Rheins bietet die Stadt auch einen einfachen Zugang zu den Nachbarländern.

Lille, Frankreich

Lilles einzigartiges flämisches Erbe zeigt sich in der Architektur und Küche der Stadt. Elegante Plätze, farbenfrohe Stadthäuser und eine lebendige Kunstszene tragen zusätzlich zu ihrem Charme bei.

Unterdessen sind die Kopfsteinpflasterstraßen des Vieux-Lille perfekt für einen Spaziergang zum malerischen Quai du Wault, einer idealen Location am Wasser für ein Picknick oder zum Sonnenuntergang nach einem Tag voller Besichtigungen.

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