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Politik11. August 2026

Explosive Drohne am Flughafen Leipzig: Wem gehört die DNA-Spur?

Nach der Entdeckung einer explosiven Drohne neben einem ukrainischen Antonov-Flugzeug haben Ermittler in Leipzig DNA-Spuren gefunden.

Explosive Drohne am Flughafen Leipzig: Wem gehört die DNA-Spur?

In der Nacht zum 5. August 2026 kam der Flughafen Leipzig/Halle einer Katastrophe nahe, als eine mit Sprengstoff und einem Zünder ausgestattete Drohne in der Nähe eines Frachtflugzeugs der ukrainischen Antonov Airlines auftauchte. An Bord soll sich Munition für die Ukraine befunden haben.

Nach neuen Erkenntnissen, über die die Wochenzeitung Die Zeit berichtet, zeigen Überwachungsaufnahmen, dass die Drohne gegen 19.30 Uhr gezielt auf das ukrainische Frachtflugzeug zuflog und in dessen Tragfläche einschlug. Der mit Semtex bestückte Sprengsatz explodierte beim Aufprall jedoch nicht, sondern prallte vom Antonov ab und fiel zu Boden. Die Sprengstoffe scheinen sich von der Drohne gelöst zu haben. Laut Bild traf die Drohne den Antonov in der Nähe des Flugzeugtanks.

Die Drohne wurde an jenem Abend von keinem Sicherheitssystem erfasst; stattdessen bemerkte laut Bericht ein Flughafenbusfahrer das gefährliche Gerät vier Stunden nach dem Zusammenstoß. Er trat mit dem Fuß auf die Drohne. Die Sprengstoffe lagen offenbar einige Meter entfernt.

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DNA-Spur an der Drohne führt offenbar nach Litauen

Fünf Tage nach dem Vorfall am Flughafen Leipzig berichten Bild und Die Zeit, dass Ermittler DNA-Spuren an der nicht explodierten Drohne sichergestellt haben. Noch ist keine Person identifiziert, doch laut Bild gab es einen Treffer in der europäischen DNA-Datenbank, und die Spur führt offenbar nach Litauen.

Zudem soll die nun gesicherte DNA mit der eines Brandanschlags vom 20. Juli 2024 auf das DHL-Logistikzentrum am Flughafen Leipzig übereinstimmen. Der Paketbombenanschlag explodierte am Boden und nicht in der Luft an Bord des Flugzeugs, lediglich weil das DHL-Frachtflugzeug Verspätung hatte.

Mehrere Verdächtige stehen seit dem Frühjahr in der litauischen Hauptstadt Vilnius wegen des Paketbombenanschlags 2024 in Leipzig vor Gericht. Der Vorwurf lautet „Terrorismus und Sabotage im Auftrag einer ausländischen Macht“. Die litauische Staatsanwaltschaft erklärte, die Taten mit improvisierten Sprengsätzen seien „von Bürgern der Russischen Föderation organisiert und koordiniert worden, die mit den militärischen Geheimdiensten der Russischen Föderation in Verbindung stehen“.

Den Angeklagten wird vorgeworfen, Paketbomben über Frachtdienste wie DHL und DDP quer durch Europa versandt zu haben. Nach Angaben der litauischen Behörden waren die geplanten Ziele Deutschland, Polen und das Vereinigte Königreich. Auch die EU-Justizagentur Eurojust in Den Haag geht davon aus, dass der russische Militärgeheimdienst GRU hinter der Anschlagswelle 2024 steckt.

Nach der Entdeckung der Drohne in Leipzig ermittelt die Generalbundesanwaltschaft wegen des Verdachts der versuchten Sprengstoffexplosion und der Gefährdung des Luftverkehrs. Bundeskanzler Friedrich Merz hat bislang jeden Hinweis darauf vermieden, dass Russland für den Drohnenvorfall verantwortlich sein könnte. Bei einem Besuch in Leipzig sprach Innenminister Alexander Dobrindt lediglich von einer möglichen Beteiligung „ausländischer Mächte“.

Der Kreml bestreitet jede Beteiligung Russlands am Drohnenangriff auf Leipzig. Auf Telegram bezeichnete die russische Botschaft in Berlin den Vorfall als „Provokation gegen Moskau“ und warnte vor „einer neuen Welle anti-russischer Hysterie in Deutschland“.

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