Feuertornados haben Europa erreicht: Was macht sie so gefährlich?
Feuertornados können das Brandverhalten rasch verändern und die Brandbekämpfung gefährlicher machen.

Europas rekordverdächtig heißer und trockener Sommer befeuert große Waldbrände, wobei Frankreich und Griechenland zu den Ländern gehören, die gegen große Brände kämpfen. Wissenschaftler sagen, dass einige dieser Brände ein ungewöhnliches und gefährliches Phänomen erzeugen, das als Feuerwirbel oder Feuertornado bekannt ist, bei dem intensive Hitze und Wind sich zu rotierenden Säulen aus Flammen und Rauch verbinden.
Laut dem Waldbrandforscher James Urban, Assistenzprofessor am Worcester Polytechnic Institute in Massachusetts, wurde dieses extreme Brandverhalten in den letzten Tagen in ganz Europa beobachtet.
Um das Phänomen besser zu verstehen, haben Forscher am Worcester Polytechnic Institute in den USA Feuerwirbel unter kontrollierten Laborbedingungen nachgebildet. Urban sagt, dass die Drehbewegung entsteht, wenn Wind mit dem Gelände und der Form des Feuers interagiert.
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Wie entstehen Feuertornados?
„Feuertornados, oder wie wir sie nennen, Feuerwirbel, sind ein Szenario, bei dem ein Feuer einen starken Rotationsstrom um sich herum aufweist – sozusagen einen starken Rotationsstrom um sich herum. Das kann durch den Wind und Wechselwirkungen mit der lokalen Topografie sowie durch die Form der Feuerfront selbst verursacht werden. Diese Brände sind mit extremem Brandverhalten verbunden, weil sie das Feuer intensiver brennen lassen und zudem die Richtung sehr schnell ändern können, was eine große Gefahr für die Einsatzkräfte darstellt, die den Brand bekämpfen.“
Urban erklärt, dass Feuerwirbel entstehen, wenn Luft aus verschiedenen Richtungen in ein Feuer gezogen wird. Hindernisse wie Vegetation, benachbarte Brände oder geografische Merkmale können diesen Luftstrom in ein Drehverhalten zwingen und die Intensität des Feuers erhöhen.
„In einem Feuerwirbel, umgangssprachlich Feuertornado genannt, zieht das Feuer Luft von den Seiten an. Durch Hindernisse – etwa andere Brände oder Hindernisse wie Vegetation oder lokale geografische Merkmale – kann der Strömungsverlauf eingeengt werden und ein Rückströmungsmuster erzeugen, das dazu führt, dass sich die Strömung dreht und rotiert. Dadurch kann das Feuer schneller brennen und die Flammen näher an den Boden gelangen – was die Vegetation schneller verbrennt – was zu einer intensiveren Wärmefreisetzung und einem intensiveren Feuer führt.“
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Was macht Feuertornados so gefährlich?
Eine der größten Gefahren ist die Fähigkeit von Feuerwirbeln, brennende Trümmer weit vor den Flammen zu schleudern, wodurch Brände unerwartet voranschreiten und Feuerwehrleute potenziell eingeschlossen werden können.
„Feuerwirbel können ein Phänomen namens Funkenflug auslösen, bei dem brennende Trümmer vor die Feuerfront geschleudert werden und eine sehr rasche Brandausbreitung bewirken, was für die Einsatzkräfte sowie für umliegende Gemeinden gefährlich ist. Zudem kann das Feuer quasi über die Einsatzkräfte hinweg springen, was die Gefahr erhöht, dass diese eingeschlossen werden. Daher müssen Feuerwehrleute bei Bedingungen, unter denen Feuerwirbel auftreten, äußerst vorsichtig sein.“
Urban ist der Ansicht, dass diese Ereignisse einen umfassenderen Wandel im Waldbrandverhalten widerspiegeln, da die klimatischen Bedingungen extremere Brände begünstigen.
Behörden in ganz Südeuropa bekämpfen weiterhin große Waldbrände, da anhaltende Hitze und Trockenheit das Risiko weiterer Ausbrüche erhöhen. Extreme Hitze, die durch den menschengemachten Klimawandel verursacht wird, steigert die Wahrscheinlichkeit und Intensität von Waldbränden.


