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Europa02. September 2026

Polizei behandelt Störfall an Kölner Umspannwerk als vorsätzlichen Anschlag

Die Polizei in Nordrhein‑Westfalen untersucht einen Kurzschluss an einem Kölner Umspannwerk als vorsätzlichen Anschlag.

Polizei behandelt Störfall an Kölner Umspannwerk als vorsätzlichen Anschlag

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Die Polizei in Nordrhein‑Westfalen hat erklärt, dass sie eine Störung an einem Hochspannungs‑Umspannwerk in der Nähe von Köln als vorsätzlichen Straftatbestand behandelt, nachdem mehrere Leitungen nach einem Kurzschluss am Abend des 1. September ausgefallen waren.

Gegen 20 Uhr wurden Einsatzkräfte zur Amprion‑Anlage im Stadtteil Rheidt von Bergheim im Rhein‑Erft‑Kreis westlich von Köln gerufen. Ein Kurzschluss brachte mehrere Leitungen außer Betrieb.

Ein Ausfall der allgemeinen Stromversorgung wurde nicht gemeldet, und Amprion erklärte, dass die Systemstabilität durchgehend erhalten blieb.

Der Übertragungsbetreiber gab an, dass der Vorfall „in der Nähe des Amprion‑Umspannwerks Rommerskirchen im Rheinland“ stattgefunden habe und den Betrieb von Kraftwerks‑Zuleitungen beeinträchtigt habe.

Einige RWE‑Power‑Anlagen fielen anschließend aus. „Die allgemeine Stromversorgung war zu keinem Zeitpunkt beeinträchtigt“, sagte Amprion.

Ein Sprecher der Polizei Essen, die die Ermittlungen leitet, sagte: „Nach aktuellem Stand der Untersuchung gehen wir nicht von einem technischen Defekt aus, sondern von einer vorsätzlichen Handlung, einer Straftat.“

Ursache, Vorgehensweise und Motiv wurden nicht bekannt gegeben. Die Polizei lehnte es ab, Berichte über den Einsatz von Drohnen zu bestätigen.

Einwohner hatten zuvor Lichtblitze und Explosionsgeräusche gemeldet, so die Zeitung Bild. Ein im Internet kursierendes Video zeigt zwei Lichtblitze am Boden, gefolgt von Detonationen wenige Sekunden später.

Das Gelände gehört Amprion, das in Westdeutschland Höchstspannungs‑Übertragungen betreibt.

Die Polizei erklärte, eng mit Amprion und RWE zusammenzuarbeiten. Es wurden keine Verletzungen gemeldet.

Der Vorfall in Bergheim ereignete sich Stunden nach einem Anschlag auf einen 380‑Kilovolt‑Knoten in Turnow‑Preilack in Brandenburg, der Strom vom Braunkraftwerk Jänschwalde in das 50Hertz‑Netz einspeist.

Ermittler dort fanden selbstgebaute Geräte, die Feuerwerksraketen ähnelten, von denen mindestens eines detonierte. Die Stromversorgung wurde kurzzeitig unterbrochen. Die Polizei schätzte die Anzahl der gefundenen Spreng‑ und Brandvorrichtungen auf zweistellige Werte. Eine der vier 500‑MW‑Einheiten in Jänschwalde schaltete sich automatisch ab, sagte die LEAG.

Der Betreiber des Kraftwerks, die LEAG, bezeichnete den Vorfall als „Angriff“. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke sagte, die Häufigkeit solcher Vorfälle zeige, dass die Infrastruktur „entschieden geschützt werden muss“.

Die Polizei Nordrhein‑Westfalens erklärte, es sei noch zu früh, um festzustellen, ob die beiden Ereignisse zusammenhängen. Keine Gruppe hat die Verantwortung für den Kurzschluss in Bergheim übernommen.

Bayern befasst sich mit einer separaten Explosion.

Ein unbekanntes Objekt explodierte gegen 03 Uhr 15 am 2. September in einem Durchgang in der Bahnhofstraße nahe des Hauptbahnhofs Augsburg und verletzte leicht zwei Passanten, ein 17‑jähriges Mädchen und einen 18‑jährigen Mann, beide ukrainische Staatsangehörige, durch Explosionsverletzungen und beschädigte nahegelegene Fenster.

Die Polizei fand später ein zweites verdächtiges Objekt, sperrte den Bahnhof und stellte alle Zugverbindungen ein, während das Bayerische Landeskriminalamt Sprengstoffexperten einsetzte. Bild berichtete, dass eine Handgranate vor einem türkischen Juwelier detoniert habe und dass die Beamten eine Verbindung zur organisierten Kriminalität prüften. Diese Berichte wurden von den Polizeibeamten nicht bestätigt, die kein Motiv angegeben haben.

Die Deutsche Bahn hat ihre Mitarbeitenden in einem vertraulichen Schreiben vor linksextremistischen terroristischen Anschlägen im Zusammenhang mit der Landtagswahl in Sachsen‑Anhalt am 6. September gewarnt. Das Schreiben stammt von DB InfraGO, der für das Schienennetz zuständigen Einheit, und wurde von der Wochenzeitung Junge Freiheit veröffentlicht.

Deutschland verzeichnet in den letzten Jahren einen Anstieg von Anschlägen auf Energie‑ und Bahninfrastruktur. Das Bundesamt für Verfassungsschutz hat linksextremistische Angriffe auf kritische Infrastruktur dokumentiert, darunter den Brandanschlag vom 3. Januar 2026 auf eine Kabelbrücke in Berlin‑Lichterfelde, der etwa 45 000 Haushalte vom Strom abschaltete. Weitere Vorfälle bleiben ungeklärt.

Die Ermittler haben im Fall im Kölner Raum bislang keinen Verdächtigen oder eine Ideologie benannt, während die Untersuchungen weitergehen.

Neben linksextremen Gruppen gibt es auch den Verdacht, dass einige der Anschläge von Russland organisiert wurden, als Vergeltung für Deutschlands Unterstützung der Ukraine, wobei Russland dies bestreitet.

Eine linksextreme deutsche Gruppe, die die Verantwortung für einen Anschlag auf das Berliner Stromnetz übernommen hat, hat Vorwürfe zurückgewiesen, sie kooperiere mit Russland. https://t.co/i4Q1kL7IX2

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