Enthüllt: New York und Paris führen den globalen Tourismus-Städte-Attraktivitätsindex an
Eine neue Rangliste hat die attraktivsten Städte der Welt für 2026 ermittelt, wobei amerikanische und asiatische Reiseziele aufgrund ihrer globalen Bekanntheit und einzigartigen Besuchererlebnisse die Spitzenplätze belegen.

Gibt es eine Wissenschaft dahinter, was eine Stadt für Reisende attraktiv macht? Laut neuester Forschung lautet die Antwort ein klares Ja. Ein neues globales Ranking hat nicht nur untersucht, wohin Menschen reisen, sondern welche Städte ihre Aufmerksamkeit auf sich ziehen und die stärksten emotionalen Eindrücke hinterlassen.
Der Global Tourism City Attractiveness Index 2026, herausgegeben von Yanolja Research in Zusammenarbeit mit der Purdue University und der Kyung Hee University, analysierte tiefgehend Social-Media-Gespräche in 14 Sprachen, um 200 Reiseziele zu bewerten.
Anstatt sich auf übliche Tourismusindikatoren wie Besucherzahlen oder Hotelauslastung zu konzentrieren, maß der Index zwei Säulen: die „kognitive Wahrnehmung“ von Reisezielen, die erfasste, wie sichtbar, wiedererkennbar und „präsent“ Reiseziele in globalen Reisediskussionen waren, und die „affektive Attraktivität“, die bewertete, wie einprägsam und angenehm Reiseziele waren sowie wie bereit Reisende waren, sie weiterzuempfehlen.
Forscher analysierten zudem 419 reisebezogene Wörter und Phrasen – wie Berg, Hotel, Streetfood und Kunstgalerie –, die entweder in die Kategorien städtische Ästhetik und Naturschönheiten, Kultur und Geschichte, Erlebnistourismus-Inhalte oder Gastfreundschaft fielen.
„Der Index 2026 zeigt, dass die wettbewerbsfähigsten Tourismusstädte nicht mehr einfach die meistbesuchten oder am stärksten beworbenen Orte sind“, sagte Dr. SooCheong (Shawn) Jang, Professor an der Purdue University und Direktor von Yanolja Research. „Es sind Städte, die globale Bekanntheit erfolgreich in emotional bedeutsame Besuchererlebnisse umwandeln.“
Welche Städte belegten die Spitzenplätze?
Der Global Tourism City Attractiveness Index 2026 wurde in drei Ranking-Kategorien unterteilt: Gesamt, Bekanntheit und Attraktivität.
Gesamtranking
- 1. New York, USA
- 2. Paris, France
- 3. Osaka, Japan
- 4. Kyoto, Japan
- 5. Seoul, South Korea
- 6. London, UK
- 7. Rome, Italy
- 8. Bangkok, Thailand
- 9. Okinawa, Japan
- 10. Chicago, US
Bekanntheits-Ranking
- 1. New York, USA
- 2. Paris, France
- 3. London, UK
- 4. Rome, Italy
- 5. Bangkok, Thailand
- 6. Seoul, South Korea
- 7. Washington, DC, USA
- 8. Osaka, Japan
- 9. Los Angeles, USA
- 10. Kyoto Japan
Attraktivitäts-Ranking
- 1. Osaka, Japan
- 2. Kyoto, Japan
- 3. New York, USA
- 4. Seoul, South Korea
- 5. Paris, France
- 6. London, UK
- 7. Rome, Italy
- 8. Okinawa, Japan
- 9. Bangkok, Thailand
- 10. Dubai, UAE
Amerikanische und asiatische Schwergewichte übernehmen die Führung
New York belegte in sowohl dem Gesamt- als auch dem Bekanntheits-Ranking den Spitzenplatz, rutschte im Attraktivitäts-Ranking lediglich um einen Platz ab – auf den dritten Rang.
Die Studie führte das führende Gesamtranking auf seine „seltene Kombination“ aus globaler Sichtbarkeit und positiver Besucherstimmung zurück. Andere US-amerikanische Reiseziele, darunter Chicago, Washington D.C. und Los Angeles, wiesen eine breite Attraktivität auf und erreichten die Top 10 sowohl im Gesamt- als auch im Bekanntheits-Ranking.
Insgesamt sind 16 US-Städte in den globalen Top 50 vertreten. Laut Forschern deutet diese Präsenz auf ein Portfolio hin, das ein vielfältiges Ökosystem aus kulturellen, geschäftlichen, Unterhaltungs-, Freizeit- und Lifestyle-Angeboten bietet.
Unterdessen belegte Frankreichs Hauptstadt Paris unter den europäischen Städten den höchsten Rang – Platz zwei im Gesamt- und Bekanntheits-Ranking sowie Platz fünf in der Attraktivität.
„New Yorks Platz 1 demonstriert die Kraft, unvergleichliche globale Anerkennung mit starker Erlebnisattraktivität zu verbinden“, sagte Dr. Jang. „Gleichzeitig zeigt der Aufstieg asiatischer Reiseziele wie Osaka, Kyoto, Seoul und Okinawa, dass emotionale Attraktivität zu einer entscheidenden Quelle für Tourismuswettbewerbsfähigkeit wird.“
Die Forschung hebt hervor, dass asiatische Reiseziele in puncto Attraktivität dominieren, wobei 60 % der Ziele im Attraktivitäts-Ranking in Asien liegen.
Laut den Forschern vollzieht sich ein Wandel darin, was das globale touristische Interesse antreibt. Die Zeiten, in denen ikonische Wahrzeichen oder Infrastruktur eine Stadt definierten, sind vorbei; heute stechen jene Reiseziele hervor, die ihre globale Bekanntheit mit einzigartigen, teilbaren und emotional befriedigenden Besuchererlebnissen verbinden.


